Böses Erwachen am Nordkap

Von hitziger Debatte in Englisch werden wir geweckt. Niko wird vom Glatzkopf von gestern, dem mutmaßlichen Grundstücksbesitzer, unmissverständlich des Platzes verwiesen. Sollten wir in zehn Minuten noch immer dort sein, würde er die Polizei rufen….Tag 7 – Guter Zwilling, böser Zwilling: Das ACME-Team endlich am Nordkap.

 

Wagenburg am See

Bis wir so richtig verstanden haben, was hier vor sich geht, ist der schon wieder Richtung Haus abgedampft. Hals über Kopf kämpfen wir uns aus den Schlafsäcken und werfen alles Hab und Gut wahllos in die Rallye-Wägen. Allmählich dämmert es uns: Zwillinge! Der Kerl von gestern hatte ja von seinem Bruder erzählt, für den er an dem Abend das Haus hüten sollte. Heute ist dann der eigentliche Hausherr zurückgekehrt, der wirklich wütende Zwillingsbruder!

 

Waffeln mit  – Karamelkäse???

Heute liegt eine der zeitlich längsten Fahrtappen vor uns. Über 600km aus Serpentinenstraßen mit für unseren Volvo hochgefährlichen Querkanten immer dort, wo die Straße über den Bächen abgesackt ist. Erst knapp zwei Stunden, als Zwilling und der mögliche Polizeieinsatz weit hinter uns liegen, trauen wir uns anzuhalten. Endlich Frühstück, wieder einmal im bei uns inzwischen beliebten Coop-Markt. Wir bestellen das typisch-norwegische Frühstück: Waffeln mit Salzbutter und Karamelkäse. Ein eindrückliches Geschmackserlebnis, doch wir sind inzwischen hungrig genug, um auch diese Landesspezialität restlos aufzuessen.

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neue Kumpels unterwegs

Es ist soweit: Zombie-Apokalypse am Nordkap!

Mondlandschaft
Mondlandschaft zum Nordkap

Entlang einer atemberaubenden Küstenstraße wandelt sich die Landschaft von borealen Wäldern zu kaum bewachsenem Fels. In immer kürzeren Abständen wandern und toben Rentiere über die Straße. Auf dem letzten Etappenstück mischen sich die Teams und Fahrer wieder einmal durch und Jan fährt zur Dauerschleife „Fivehundred Miles“ mit im Elch, während Miriam für Corinna navigiert. Über 6000m lang ist der Tunnel, der uns 200m in Tiefe unter führt. Unter dem Polarmeer bis zur Nordkaphalbinsel sind wir allein in dieser gespenstischen Höhle und machen allerhand Unfug mit Hupe und Lichtsignalen. So muss sich die Zombie-Apokalypse anfühlen!

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Das ACME-Team am Nordkap

Pünktlich um Mitternacht stehen wir schließlich im Schneeregen und Wind am Nordkap – und sind alle ein wenig enttäuscht vom Anblick des gigantischen Besucherzentrums mit Cafeteria und der Masse an Touristenbussen. Unsere Tageschallenge, uns mit dem Globus vor Ort zu fotografieren, wird mit einer Sichtweite von unter 10m erledigt.

 

Der Weg ist das Ziel

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Auf der Suche nach einem Schlafplatz

Viel spanender als unser Ziel selbst war also – wieder einmal – der Weg dorthin! Für einen geeigneten Schlafplatz fahren wir noch einige Kilometer weg von der Touristenfalle ins Nirgendwo. Ein wenig ist hier tatsächlich die Welt zu Ende. Mit klammen Fingern ziehen wir die Zelte hoch und mummeln uns in inzwischen alle verfügbaren Schichten – Wir schlafen ein zwischen Felsen und Schneefelderbei um die null Grad, strömendem Regen und ordentlich Seitenwind. Es ist Sommer am Nordkap!

Hier geht’s weiter um die Ostsee mit dem ACME-Team, auf nach Russland!

BalticSeaCircle: Die nördlichste Adventure-Rallye der Welt selbst erleben? Kein Problem, mit dem Superlative Adventure Club!

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