Trotz Arbeit Zeit für Abenteuer! Dein Mini- Road Trip auf Vancouver Island

Inzwischen bin ich ganz und gar keine Ausnahme mehr: Viele von Euch sind nicht nur in der Freizeit sondern auch im Job immer wieder auf Reisen. London, New York oder Paris – das klingt dann immer alles wahnsinning aufregend. Nur leider bleibt meist wenig Zeit, um diese Orte zu erkunden und auch tatsächlich mehr Erinnerungen mit nach Hause zu nehmen als einen Schlüsselanhänger aus dem Duty-Free-Shop. Deshalb gibt’s hier ein paar Tipps, wie Du dem in Seatle oder Vancouver ganz einfach entgehen kannst. Verschlägt es Dich einmal dorthin, solltest Du Dir in jedem Fall einige Tage reservieren, um zumindest einen Eindruck von der atmenberaubenden Natur Vancouver Islands zu bekommen – eine Insel so groß wie Schottland direkt for Kanadas Westküste. Das geht auch, wenn Du in für Deinen Job oder als digitaler Nomade in Rufbereitschaft oder regelmäßig online sein musst – sogar während Deines Mini-Road Trips quer über Vancouver Island!

Aussicht(en) entlang der Route

Dieser Mini-Road-Trip über Vancouver Island ist perfekt geeignet für ein verlängertes Wochenende. Am besten startest Du am Freitag morgen in Victoria und planst nach der Fahrt, die gut den halben Tag in Anspurch nimmt, zwei Übernachtungen ein. Am Sonntag geht es dann ganz gemütlich wieder zurück in Richtung Victoria.

Dorthin gelangst Du zunächst von Vancouver oder Seattle am besten per Fähre, wobei es sich von Vancouver aus durchaus lohnt, bereits dort einen Mietwagen mit auf die Insel zu nehmen – trotz gut 150 $ CAN Fährgebühren für das Auto. (Alles zu den Fährstrecken gibt’s hier, im ersten Teil des Vancouver Island Logbook!) Ein Mietwagen auf Vancouer Island ist tatsächlich meist teurer! 

Von Victoria nach Tofino: Perfekt für Deinen Mini-Road-Trip!

Von Victoria aus folgst Du zunächst einfach weiter dem Trans Canada Highway 1 (in der Stadt heißt der Highway Douglas Street). Die gesamte Fahrstrecke Deines Mini-Road-Trips zum Pacific Rim National Park dauert gut fünf Stunden, wobei die letzten beiden davon von Erstbesuchern auf jeden Fall im Hellen gefahren werden sollten: Erst seit einigen Jahren ist die schmale, steile Passstraße überhaupt geteert. In einigen Streckenabschnitten, auch gerne in Kurven, ist die Straße sogar einspurig und Nachts auch nicht beleuchtet. Insbesondere in der Off-Season von November bis März triffst Du nach Einbruch der Dunkelheit hächstens die Locals auf dieser Strecke.

Cappuccino mit Ziege: Zwischenstopp in Coombs

Im Idealfall startest Du Deine erste Tour zu den sagenhaften Stränden und dem beliebtesten Surfgebiet Kanadas zwischen April und Oktober – schließlich schmeckt das Eis auf der perfekten Zwischenstation in Coombs im Sonnenschein am Besten. Diesen Country Market findest Du in etwa nach dem ersten Drittel der Strecke zwischen Victoria und Tofino. Seit Jahrzehnten ist Coombs ein beliebtes Ausflugsziel bei Familien, wird aber zunehmend von Hipstern, Ökos und allem was dazwischen liegt angesteuert. Denn dort gibt es neben rund dreißig Sorten (italienischem) Eis Delikatessen aus der ganzen Welt: Italienische Mortadella, schweizer Käse, griechische Oliven – und von Niederegger Marzipan bis Spreewaldgurken ein buntes Potpourri deutscher Gaumenfreuden. Praktischerweise gibt es im markteigenen Café nicht nur frisches Gebäck sondern auch zuverlässiges WiFi. Nach einem leckeren Cappuccino geht’s dann wieder auf die Straße. Aber Vorsicht beim Verlassen des Gebäudes! Auf denmDach des Country-Markts befindet sich die Hauptattraktion von Coombs, die Ziegen auf dem Dach! An den leckeren, grünen Halmen auf dem bepflanzten Dach knabbern tagsüber die Ziegen und begrüßen, je nach Laune, die Gäste in Kopfhöhe mit einem freundlichen Meckern oder ihrem Hinterteil. Ein T-Shirt oder Autoaufkleber mit “Goats on the Roof” ist ein absolutes Muss für Deine Souvernir-Liste!

Goat on the Roof!

Uralte Baumriesen im Cathedral Grove 

Die „West Coast“ Kanadas und insbesondere die Vancouver Islands zeichnet sich aus durch ihr mildes Klima, viel Wasser in nahezu allen Aggregatszuständen und ihren einzigartigen Regenwald. Gigantische Farne und tropfendes Moos bestimmen das Bild der Wälder. Ursprünglich ein Ort voll von riesenhaften Zedern und Hemlocktannen sind diese urzeitlich anmutenden Giganten heute aber leider nur noch an wenigen Orten zu finden. Einer davon ist der Cathedral Grove direkt an der Landstraße entlang Deines Mini-Road-Trips. Du parkst einfach recht und links der Straße und es geht hinein zwischen die Urzeitriesen. Es lohnt sich auf jeden Fall, beide Seiten der Straße zu durchwandern und sich einwenig die Beine zu vertreten. 

Grove Cathedral

Deine neue Zeitone am Pacific Rim: Tofino Time!

Vom Cathedral Grove folgt die atemberaubender Fahrt entlang des Kennedy Lake, steiler Abhänge und durch tiefe Schluchten und schließlich erreichst Du tatsächlich das Ende der westlichen Welt. Wer hier herkommt möchte auch wirklich nur hier hin: Nur eine Straße führt zu den endlosen Stränden des Pacific Rim National Park.

Vor über 4000 Jahren bereits von den kanadischen „First Nations“, vor allem Fischer und Jäger, besiedelt, sind die beiden kleinen Örtchen Tofino und Uculuet heute Sommerdestination für Kanadier, aber vor allem Rückzugsort für Künstler, Aussteiger und Surfer – die Meisten „Locals“ hier sind natürlich alles drei zugleich.

Surf’s Up – Ab in die Wellen!

Zumindest zwei Nächste in Tofino oder Uce solltest Du auf jeden Fall einplanen, um einen Tag am Strand oder eben im Wasser zu verbingen. Das beste Preis-Leistungsverhältnis ist ein 24-hour-rental, wobei die Preise in nahezu allen SurfShops die gleichen sind. Ohne Vorerfahrung solltest Du hier aber nicht mit dem Brett ins Wasser: nahezu alle Buchten sind von Felsen umgeben und die Strömungen tückisch.

Cox Bay – Wellen garantiert!

Noch ein Tipp, bevor Du Dich mit Board und Neoprenanzug am „Wick“ (Wickeninnish) oder Long Beach in die Fluten stürzt, solltest Du ausgiebig frühstücken. Mein Favorit ist das All-Day-Breakfast im „Blue Room“, ein Diner mit Blick auf den „Inner Harbour“ Ucululets. „Bacon ‘n‘ Eggs“ liefern Dir  die nötige Energie für ein paar Stunden in der auch im Sommer recht kühlen Gischt des Pazifiks.

Eine kurze Autofahrt zum Strand, lässig die „Pros“ auf dem Parkplatz gegrüßt macht Du den „Wetsuit-Dance“ und quetscht und hüpfst Dich in Deinen Neoprenanzug. Mit dem Board unter dem Arm schlenderst Du zum Wasser und checkst die Wellen. Nach Deinem ersten richtigen Ride bist Du dann ganz im „Flow“ der West Coast und wenn Du Dir auf Deinem Trip zum Pacifc Rim ausreichend Zeit gelassen hast, bist nun inwzischen vielleicht auch schon auf “Tofino Time” umgestellt. Denn zumindest laut der Locals bist Du hier, am Ende der Welt, in einer anderen Zeitzone der absoluten Tiefenentspannung angekommen!

Eine Versions dieses Artikels wurde erstmals veröffentlicht im Februar 2015 im Auftrag der HKN GmbH.

Du willst mehr erfahren über Vancouver Island? Bei Doyoudare gibt’s das Vancouver Island Logbook! Übrigens, surfen kannst Du im Pacific Rim National Park auch im Winter..! 

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